Journal für Katzenkultur

Friss oder stirb!

In My Home Is My Castle on 26. August 2018 at 00:56

Matze: Hallo Kumpels,

weil wir ja gerade so schön in Schwung sind und bei uns einige Dinge optimiert werden mussten, folgt jetzt ein wirklich interessantes und voll wichtiges Thema. Es geht um unsere Fress – und Tischkultur:

Also wir sind ja die Häppchenfresser. Wir fressen quasi den ganzen Tag.
Einer von uns sitzt immer am Trog, meistens gehen wir zusammen hin. Das is einfach geselliger.
Das bedeutet natürlich, dass unsere Näpfe immer gefüllt sein müssen. Ich werde zum Beispiel voll wuschig, wenn das nich so is. Dann muss ich leider irgendwas irgendwo runterwerfen, damit die FF merkt, was Sache is. Der Dickfisch lässt mich das erledigen und profitiert natürlich davon.

In diesem heißen Sommer spitzte sich die Situation allerdings dramatisch zu. Unser Futter trocknete bei der Hitze ein und müffelte etwas sehr streng. Dann schlugen sich diese fiesen Fliegen ihren Bauch voll. Die FF entsorgte ein Vermögen unseres guten CatzFinefoods und war not amused. Ihre Idee, die Näpfe nach dem Fressen abzudecken und wegzustellen, funktionierte nur in der Theorie. Ich war der Meinung, dass noch schlimmer als leere Näpfe gar keine Näpfe sind und ließ es gelegentlich heftig scheppern und krachen. Die FF war schon verzweifelt, das kann man so sagen.

Irgendwann entdeckte sie in unserer wundervollen TL ein Foto von den @DieMietzler. Die Jungs sind zu dritt und jeder saß vor einem Futterautomaten!
Nach der Katzenklorecherche beschäftigte sie sich nun mit dem dem Futterautomatenthema. Falls es euch interessiert, hier das Ergebnis.
Es gibt verschiedene Arten:

Automaten mit Zeitschaltuhr
Automaten, die auf Chips reagieren
Automaten mit Bewegungssensor

Die Zeitschaltuhr-Geräte erklären sich von selber. Die Klappe zum Glück öffnet sich nur zu bestimmten Zeiten. Habt ihr zwischendurch Hunger – Pech gehabt! Also nur geeignet für Kumpels, die an regelmäßige Zeiten gewöhnt sind und alles auffressen. Also nix für uns.

Die Chipautomaten reagieren auf den implantierten Mikrochip oder auf einen Halsbandanhänger. Das Prinzip ist (mehr so für zickige Menschheiten) interessant, wenn in einem Mehrkatzenhaushalt einer der Kandidaten Diät halten muss. Der kommt nämlich nur an seinen Fressnapf ran und kann den anderen nix wegfressen. Das Problem besteht bei uns nich und wir sind nich gechipt und wollen auch kein Halsband.

Wir haben nun zwei Automaten mit Bewegungssensor bekommen, die SureFeed Luftdichte Futterschale.

Futterautomat

Die Dinger sind voll lustig, das muss ich euch erzählen! Also, wenn man nah ran geht, faltet sich der durchsichtige Deckel und öffnet sich mit leisem Surren. Nach dem Fressen schließt er sich wieder. So muss das ja.
Laut Gebrauchsanweisung soll man für technisch minderbegabte Kumpels den ‚Trainingsmodus‘ programmieren. Dann geht die Klappe langsamer auf oder so. Die FF war der Meinung ‚Friss oder stirb‘ und hat den Trainingsmodus ignoriert, einfach auf ein paar Knöpfe gedrückt und fertig.

Ich bin hier der Testkater im Haus, der Rudi ja nich so. Ich also, mächtig ausgehungert, ran an den Automaten. Die Klappe öffnet sich, ich will fressen, Klappe wieder zu. Ich bin stinkig und will weggehen. Klappe wieder auf, Klappe zu, wieder auf, usw….Die FF fand das voll lustig, der Dickfisch auch. Ich ja nich so.

Aber zum Glück waren das Anfangsschwierigkeiten. Ich habe das Prinzip natürlich sofort kapiert, der Rudi hat sich ein, zwei Tage mit Sicherheitsabstand davor gesetzt, um die Höllenmaschine mittels Gedankenkraft zu öffnen.

Mittlerweile pfoteln wir die Technik lässig und alles is gut.

FF: Ja, die Geräte sind klasse. Eines geräuschelte allerdings beim Öffnen und Schließen mehr als das andere. Die Dame vom per Mail kontaktierten Kundendienst war sehr freundlich und hat ohne Aufforderung sofort einen neuen Automaten schicken lassen. Den alten musste ich erst anschließend kostenlos zurück senden.

Ein bisschen problematisch ist nur die Platzierung der Automaten. Unsere Küche ist nicht riesig. Ich bin gerade dabei, einen Standort zu finden, wo sie sich nicht immer öffnen, wenn jemand daran vorbei geht. Manchmal mucken sie etwas, wenn sich beide Jungs davor tummeln. Aber die beiden haben kein Problem damit zu warten, bis sich die Klappen endgültig geöffnet haben.

Das Futter bleibt auf jeden Fall viel länger genießbar. Das habe ich bei der Hitze sehr zu schätzen gewusst. Jetzt bleibt abzuwarten, wie lange die Technik funktioniert und die Batterien halten.

Matze: Ich werde ggf. weiter berichten.

Bis dann!

Euer Matze

  1. Ein Chip-Automat … 🤔 Ich hab ja genau das Szenario zwei völlig unterschiedliche Esser zu haben: Brian isst alles auf einmal, Brenda isst häppchenweise; ich hab irgendwann raufgefunden, daß er Brenda´s Futter wegmampft – und ich wunderte mich wieso er immer größer und dicker wird, sie aber klein und schmal bleibt, tsk. Im Moment hab ich das so gelöst, daß ich viermal Futter serviere, damit Brenda ne Chance genug zu essen zu kriegen. Er ist auf Diät (wenn 180 g tgl. „Diät“ ist) mit Folgen: er plündert im Müll, zerreisst die Tüten usw *leicht genervt guck*

    (Und ja, sie sind noch da und ich geb sie NIEMALS NIE NICHT her!)

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