Journal für Katzenkultur

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Rudis ZahnOP -Fortsetzung

In Infos für die Katz on 4. Januar 2017 at 12:56

Matze: Das Rudi-Drama ist natürlich noch nicht beendet, aber wir hoffen, dass wir auf einem guten Weg sind.

Wie es weiter ging:
Rudi bekam täglich eine orale Gabe Metacam und alle zwei Tage sein Antibiotikum gespritzt. Er fraß immer mal wieder ein paar Bröckchen Trofu und wir waren schon zuversichtlich. Dann kam die nächste Katastrophe. Er kotzte alles, was wir ihm mühsam eintrichterten, wieder aus. Dann hatte Rudi die Faxen dicke und stellte das Fressen verständlicher Weise ganz ein.

Am Montag waren wir wieder beim TA. Er blieb ein paar Stunden dort und bekam eine Infusion. Als er abgeholt wurde, sah er deutlich besser aus. Er sollte nun das Metacam gespritzt bekommen. Das dieses Mittel Erbrechen fördert, hatte die FF recherchiert, also lehnte sie die Spritze ab. Es war ein Risiko, aber Rudi machte zu Hause schon nicht den Eindruck, als würde er Schmerzen haben. Er wirkte entspannt, Schmerzen hatte er nur beim Fressen.

Seit gestern bekommt Rudi wieder das ReConvales Tonicum per Spritze ins Maul. Er lässt es sich jetzt gefallen. Die Wunden heilen wohl tatsächlich ab. Das Serum ist hochkalorisch und wirkt auch appetitanregend. Anschließend frisst er freiwillig etwas Trofu. Und das Allerbeste, er hat nicht wieder erbrochen! Das bedeutet auch, dass er das Antibiotikum verträgt. Das wäre sonst das nächste Problem geworden.

Die FF kam nach diesem Schock auch langsam wieder in die Spur und ans Nachdenken. Das Ergebnis teilte sie der Ärztin mit:
Es ist ausgeschlossen, dass sich Rudi die derartig schweren Verletzungen am Zahnfleisch zuhause zugefügt hat. Er wurde zwei Tage lang rund um die Uhr beobachtet. Wenn er ins Zahnfleisch hackte, wurden ihm sofort die Pfoten festgehalten und er wurde beruhigt.

Im Aufwachraum der Praxis hatte er jedoch von 13:00-18:30 Uhr reichlich Zeit und Muße, den Jack the Ripper zu geben. Natürlich wurde hin wieder nach ihm geschaut, aber das war einfach nicht ausreichend.

Die sehr nette Ärztin zeigte sich einsichtig und kooperativ. Wir werden demnächst mal über die Kosten der Nachbehandlung reden. Für dieses Desaster fühlen wir uns nämlich nicht zuständig.
Aber das ist nur eine Nebenbaustelle.
Wichtig ist, dass wir diese Sache ohne große Kollateralschäden überstehen.

Wir danken euch für eure Anteilnahme, Heilschnurren und Daumen-und Pfotendrücken!