Journal für Katzenkultur

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2015 – Ein neues Jahr im Twitterland

In Infos für die Katz on 31. Dezember 2014 at 12:37

Du Jahr
Leg mir die jungen Tage auf mein Kissen
Du Jahr! Ich lach dir ins Gesicht
Betör‘ mich mit Alraune und Melissen
Und glätte mir mit einem Silberstreifen Licht
Die Haut und das Gefieder

Kühlst du mit Wasser oder Wein die Wunden
Es sei! Auf Ebbe folgt die Flut
Gib mir Balance für Stunden und Sekunden
Dann streck‘ ich mich mit neugeborenem Mut
Und tanz – bald blüht der Flieder
(AM)

Liebe befellte und unbefellte Freunde, Begleiter durch ein Jahr voller Höhen und Tiefen,
wir sind froh und glücklich, euch alle an unserer Seite zu wissen.
Die Pfotenland-Redaktion wünscht ihren Twitterfreunden und Lesern ein gutes und erfolgreiches neues Jahr.

Bleibt gesund und uns gewogen.    silv2014
Es ist schön, dass es euch gibt.
Matze+Rudi+FF

Wie in jedem Jahr erinnern wir an unsere Freunde, die uns verlassen haben und auf neuen Wegen sind. Wir werden euch nicht vergessen.

2014

†01.12. 14 Mikesch @Mikesch1896 von @Hannover_ETI
†01.10.14 Sierra @Sierra_Laines von @guisi
†08.07.14 @CooperPenning von @PetraP44 Hundekumpel
†21.02.14 @OscarNoLunch von @riebiesel @r4pun2el @millathemaiden

2013

† 29.11. 13 Anton (von @TiiaAurora)
† 17.09. 13 @Eeschen von (@kikoehn und @HuckHaas)
† 27.07.13 Laines (von @Sierra_Laines und @_guisi)
† 21.07.13 Kalle (von @CooperPenning .Datum unbekannt. Wurde überfahren aufgefunden)
† 25.04.13 Herr Mäusekatze (von @_phoeni)
† 12.04.13 @Lilliesl (Lilli) Freundin von @Scotterich (Scotti) 2012

2012

† 19.02.12 @Linolux (Lino) (von @claudine)
† 26.02.12@PiepsiundTrulla- Piepsi (Kanarienvogel von Henry+Charly)
† 12.04.12 Mogli (von @Selleman)
† 23.04.12 Kuhkaterstreunerkumpel (von @KaterQuentin -wir nennen ihn Schnuppe)
† 09.05.12 @Moppelmieze
† 13.05.12 @nueddl (Streifenhörnchen)
† 20.05.12 @Konrad_Kater
† 22.12.12 @murlekatz (Murle) (von @Pandragon_ und @Habbo_Chupa) 2011

2011

† 22.07.11 @geriatrocat Larry
† 30.09.11 @SammyHund † 30.04.11 @Zwerghamster Herkules
† 06.03.11 @Lola_hoppelt Lola (von @kikoehn und @HuckHaas) 2010

2010

† 09.04.2010 @KaterLuis (von @Mellcolm)
† 12.04.2010 @Sri_Lanka (von @Selerwil)
† 03.06.2010 @RumotheHero (von @Rapunzel und @Riebiesel)
† 20.07.2010 @Misses_Mimi (von @Skipperjimbo)
† 24.07.2010 @Tajaswelt „Taja“ (Lieblings-Beagle und Katze der Herzen)
† 13.09.2010 @Katzophil „Momo“ (von @Mona_Lisa)
† 17.12.2010 @qmanu „Paulchen“
† 27.12.2010 @KatzeMieze „Lucy“ (Freundin von @KaterQuentin)

2009

† 30.07.2009 Muffin (von @Aprilfrau, @SGMaus und @TerrorCatGang)
† 20.08.2009 @Kater_Harves ( von @Asmonubis)
† 21.09.2009 Dasuki „Suki“ (von @mrs_steph)
† 19.12.2009 “ Der weiße Kater“ (von @VerosKater)

…da hörst du alle Herzen gehn und schlagen

In Infos für die Katz on 24. Dezember 2014 at 11:57

Es weihnachtet wieder

Liebe Freunde, Leser, Vier-und Zweibeiner, Befellte und Nacktkatzen, Hunde, Pferde, Polyester und Katzenkumpels,

die Pfotenland-Redaktion wünscht Euch ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.

Wir bedanken uns auf diesem Weg ganz herzlich für die zahlreichen Weihnachtsgrüße, Leckerchen und liebevollen Aufmerksamkeiten – und für eure guten Gedanken. Ihr seid toll!

Weihnachten ist der stillste Tag im Jahr

Weihnachten ist der stillste Tag im Jahr.
Da hörst du alle Herzen gehn und schlagen
wie Uhren, welche Abendstunden sagen.
Weihnachten ist der stillste Tag im Jahr.

Da werden alle Kinderaugen groß,
als ob die Dinge wüchsen, die sie schauen
und mütterlicher werden alle Frauen
und alle Kinderaugen werden groß.

Da mußt du draußen gehn im weiten Land
willst du die Weihnacht sehn, die unversehrte,
als ob dein Sinn der Städte nie begehrte,
so mußt du draußen gehn im weiten Land.

Dort dämmern große Himmel über dir,
die auf entfernten, weissen Wäldern ruhn,
die Wege wachsen unter deinen Schuhn,
und große Himmel dämmern über dir.

Und in den großen Himmeln steht ein Stern,
ganz aufgeblüht zu selten großer Helle,
die Fernen nähern sich wie eine Welle ,
und in den großen Himmeln steht ein Stern.

Rainer Maria Rilke

Pfotenland-Redaktion

Pfotenland-Redaktion

Euer Matze+Rudi

Grünkohl. Ein Essay

In Viehlosophisches on 7. Dezember 2014 at 16:49

Manchmal muss ich einfach mein Herz ausschütten.  Die Jungs werden es mir verzeihen. Also, hier in eigener Sache:

Grünkohl

Die Winterzeit ist da. Außerhäusige Aktivitäten verlagern sich in die vier Wände. Der Freundeskreis rückt näher zusammen. Wir treffen uns zum Karten spielen, Filme gucken, gemeinsamen Kochen.
Alles sehr heimelig, sehr harmonisch.

Irgendwann, wenn es draußen richtig kalt geworden ist, haut irgendjemand den klassischen Spruch in die frohe Runde: Wir könnten mal wieder Grünkohl kochen! Tumultartige Begeisterungsstürme folgen.

Mein ewiges Deja vu – und wie jedes Jahr nach dem ersten Frost – mein Stichwort.
Das heißt für mich – innerlich sammeln, Bühne frei, mein Einsatz: „Ich mag keinen Grünkohl!“
Wie immer betretenes Schweigen, allgemeine Erstarrung und dann kollektives Entsetzen:
Was? Du magst keinen Grünkohl?

Dieser Ich-mag-keinen-Grünkohl-Satz scheint sich von Grünkohlsaison zu Grünkohlsaison jedes Mal zu verflüchtigen, wie das Vitamin C im zu Tode gekochten Kohl. Als hätte ich ihn nie gesagt.

Ich mag auch keine Tomaten. Also keine unverarbeiteten, nicht die pure Tomate an sich.Wohl aber als Suppe, auf Pizza unter viel Käse, als Ketchup. Jeder Mensch in meiner Umgebung weiß das, akzeptiert das, berücksichtigt es liebevoll bei der Essensplanung. Es wird darüber nicht diskutiert. Ich bin eben die, die keine frischen Tomaten mag und ich bin immer aufs Neue gerührt über die hohe Akzeptanz meiner „Frische-Tomaten-Verweigerung“.

Alles gut so weit. Also, zum Thema zurück – noch einmal klar und deutlich:
Ich mag keinen Grünkohl!

Wie, du magst ihn nicht? Verträgst du ihn nicht? – Nein, ich mag ihn einfach nicht! – Mochtest du ihn noch nie? – NEIN! ICH MOCHTE NOCH NIE GRÜNKOHL!- Hast du denn schon mal Grünkohl gegessen? – Ja, habe ich. Er schmeckt mir nicht.- Aber dann hast du noch nie meinen Grünkohl probiert.- Doch, im letzten Jahr, damit unsere Freundschaft nicht wegen dieser braun- grünen Pampe in die Brüche geht.- Und? – Er hat mir nicht geschmeckt!- Atemlose Stille. Majestätsbeleidigung!
Im Mittelalter wäre ich geköpft worden.

Ich leide unter einem unbehandelten Kindheitstrauma. Aufgewachsen in einer traditionellen westfälischen Familie mit eigenem Garten und einem riesigen Grünkohlbeet, galt dieses Gewächs als das Wintergemüse schlechthin. Wir hatten ja auch sonst nix.

Die Norddeutschen brüsten sich allerdings damit, den Grünkohl quasi erfunden zu haben. Das ist schlichtweg ein Gerücht. Den Grünkohl erfand meine Oma. Auch die Geschichte, dass er unendlich viele Vitamine enthält, stammt von ihr. Als Kind starrte ich angewidert auf meinen Teller und entdeckte kein einziges Vitamin. Dieses Zeugs auf dem Teller roch aber genauso merkwürdig wie es aussah..

Leute! Wir sind doch jetzt erwachsen. Nach menschlichem Ermessen ist der Kohl auf euren Tellern tot! Darin lebt nichts mehr. Vergesst die Sache mit den Vitaminen. Gemüse, das so lange gekocht wird, bis es nicht mehr quietscht, ist nur noch eine Alibi-Beilage.

Bei der nächsten Grünkohl-Veranstaltung sitze ich wieder hoch erhobenen Hauptes am Tisch und esse ohne schlechtes Gewissen meine (unter fließendem Wasser abgespülte) Mettwurst, das Kasseler und die grandiosen Bratkartoffeln. Mein Vitamindefizit behebe ich anschließend mit einem Obstler.

Ich gönne euch diese Geschmacksexplosion von Herzen und wenn ihr den Kümmel vergessen habt, auch eure Blähungen.

Und nein, ich gebe dem Grünkohl keine Chance mehr. Ich probiere auch nicht das Rezept eurer Mutter, Tante, Nachbarin, Ehefrau. Dass das klar ist! Vergesst es einfach und habt mich weiter lieb. Bis zum nächsten Jahr.

Ich bin aber sehr froh, dass wir mal wieder darüber geredet haben.