Journal für Katzenkultur

Mein schönstes Weihnachts-Haiku

In Lyrik on 16. November 2011 at 14:25

Achtung! Achtung!

Der Haiku- Wettbewerb wird auf Anfang 2012 verschoben. Der Vorweihnachtsstress macht euch ja so unpoetisch. Aber freut euch nich zu früh- wir vergessen es nicht!

Matze+Rudi

Redaktion

Liebe Vier-und Zweibeiner, Kumpels, Beller, Nager,

es is so weit. Unsere FF versucht mal wieder mit unkaputtbarer Weihnachtsdeko einen Hauch Kuschelwuschel ins traute Heim zu bringen. Den spektakulären Deko-Crash vom letzten Jahr hat sie uns noch nich verziehen und will uns diesmal mit verschärften Bedingungen den Spaß verderben. Aber wir schweifen ab. Wir wollen euch eigentlich daran erinnern, dass sich Pfotenland ja auch der Kultur verpflichtet fühlt.

Unser weihnachtlicher Elfchen-Wettbewerb vom letzten Jahr hat ja eindeutig gezeigt, was in euch steckt. Da ist Potenzial, Freunde! Zahlreiche Stimmen- äh- also die von @KaterHenry und @KaterCharly (Ihr erinnert euch? Die waren im Elfchen-Rausch!) wurden laut und verlangten nach einer neuen lyrischen Herausforderung. Wir sind auch überzeugt, dass unser Elfchen-Gewinner @EltonTheCat wieder alles geben wird, um seinen Poeten-Thron zu verteidigen.

Wir haben uns wieder etwas ausgedacht und hoffen, dass ihr technisch und köpflich nich mit dem gleichzeitig stattfindenden Wichtel-Event kollidieren werdet.

Aber nochmal Elfchen? Das wäre ja langweilig. Ihr seid alle bereit für neue dichterische Höchstleistungen.

Wir bitten jetzt um eure verschärfte Aufmerksamkeit. Hört also auf zu schlafen, fressen oder spielen. Macht euch bereit für den

Weihnachts-Haiku-Wettberb auf Pfotenland:

Mein schönstes Weihnachts-Haiku

Is schon klar- ihr habt natürlich keinen Plan, was ein Haiku is. Aber für Fellträger is das auch nich zwingend notwendig. Dafür habt ihr ja uns. Wir versuchen euch jetzt zu erklären, worum es geht:

Ein Haiku ist eine japanische Versform.

Wir Deutschen haben daraus einen Dreizeiler gemacht mit jeweils 5-7-5 Silben- angeblich aus der japanischen Tradition heraus. Die Japaner haben aber immer Laute gezählt- also ist das nicht ganz übertragbar.

Spaß macht das Silbenzählen aber schon. Wir würden euch deshalb empfehlen, euch so weit wie möglich daran zu halten. Wir wollen ja nicht päpstlicher sein als der Papst und Jahrhundert-Haikus werden schon genug in den diversen Foren geschnitzt.

Wichtig ist bei den traditionellen Haikus der Inhalt. Da werden Jahreszeiten und Natur immer eingebunden. Bei uns bietet sich jetzt Weihnachten oder Winterliches an.

Ein Haiku soll inhaltlich eine kleine Szene beschreiben, eine Momentaufnahme sein und das alles ohne Wertung oder Erklärungen des Schreibers. Der Leser soll nach den drei Zeilen die Geschichte weiter denken können und wollen.

Also, alles easy- oder? Wer sich näher mit Haikus beschäftigen möchte, empfehlen wir die unserer Meinung nach beste Seite zum Thema: http://www.ziemlichkraus.de/haiku/schreiben.htm

und zitieren daraus zum besseren Verständnis folgendes Beispiel:

Um dem Leser zu helfen, ohne ihm eine Wertung vorzukauen, ist das wichtigste Stilmittel, zwei scheinbar unverbundene Bilder nebeneinander zu setzen:

Mein Hund erschnüffelt

den Weg – liest Neuigkeiten

aus der Nachbarschaft.

oder

Mein Hund erschnüffelt

den Weg – Drüben der Nachbar

holt die Zeitung rein.

Version 1 erklärt die Idee, die ein Hundehalter hatte, als er seinen Hund beim Morgengang beobachtete. Version 2 überlässt es dem Leser, die Bilder zu verbinden. Vielleicht entdeckt der Leser den Gedankengang für sich selbst, vielleicht entdeckt er etwas anderes. Bei Version 1 bleibt das Haiku im Besitz des Schreibenden. Bei Version 2 gehört es dem Leser. Und so soll es auch sein, denn ein Haiku ist ein Geschenk. Der Leser soll es in Ruhe auspacken und nicht schon vorher wissen, was drin ist.

Das kriegt ihr schon hin. Wir haben auch ein Haiku gemacht und haben uns mal an die 5-7-5 Silben gehalten:

Die Kater träumen

auf dem Sofa ist es warm

im Busch piepst die Maus

Also, schickt eure Haikus bis zum 16. Dezember an pfotenland@gmx.de. Natürlich mit euren Namen. Haikus die inhaltlich ihren Absender erkennen lassen, nehmen leider nicht teil. Wir veröffentlichen alle Texte anonym und lassen dann abstimmen. Ihr könnt so viele Haikus schicken, wie ihr wollt. Das Abstimmungs-Regelwerk erklären wir dann wenn es soweit ist. Wir wollen euch ja nicht gleich überforden.

Für den Sieger spendet die Redaktion wieder einen kleinen Preis. Ruhm und Ehre gibt es natürlich auch.

Es freuen sich über eure Teilnahme

Matze+Rudi

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  1. Miezpuhh, das ist aber nicht unbedingt leichter als ein Elfchen, nech?

  2. Das ist ja wieder ein Knüller. Ich fand das Elfchen schon nicht soooo einfach. Das wird ne Herausforderung. Gut, dass der Fixi bald da ist. Der kann mir dann helfen … hoffentlich 🙂

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