Journal für Katzenkultur

Die Legende um den geheimnisvollen Piratenschatz Teil 3

In Piraten-Post on 19. Oktober 2010 at 19:20

Liebe Freunde,

die Spannung steigt.  Unsere Protagonisten kämpfen um ihr Leben. Die Geschichte neigt sich mit Macht ihrem furiosen Ende zu. Macht es euch gemütlich und freut auf das letzte Kapitel:

Irgendwelche Längen- und Breitengrade. Mitten auf dem offenen Meer. Der Nebel lichtet sich langsam und die Sonne lugt scheu über den Horizont. Im vom Blut rot gefärbten Wasser treiben die kläglichen Reste der einbeinigen Piraten. Und an Deck steht ein erschöpfter, zu recht aber sehr, sehr, sehr stolzer Lucky. Doch wo sind Matze Mucke, Rudi Adlerauge und Lino Lukullus?

Sie haben augenscheinlich das Weite gesucht. Rudi Adlerauge schipperte in der Schale einer großen Kokosnuss davon und Matze Mucke hatte sich mit seinen Bardengesängen prompt für den DSDS-Recall qualifiziert. Lino Lukullus wurde hingegen zum Opfer seiner schier unerschütterlichen Gier, hatte er doch die Krabben nicht nur gepult, sondern auch eine nach der anderen höchst selbst verspeist. Und ist ob dessen mit gebotener Kuhkatereleganz geplatzt. Der tapfere Lucky hatte tatsächlich all die schrööööcklichen Einbeinpiraten ganz alleine zur Strecke gebracht.

//Aus dem Off ertönt erneut lautes Quäken von Minka und fordert, wie gehabt der Situation gänzlich unangemessen, eine Miezenquote bei der Besatzung.//

Da stand er nun, der Lucky. Sein ehemals kuhkaterliches Fell voller Einbeinerpiratenblut. (Und das klebt, wie ihr unschwer erkennen könnt, noch heute an ihm.) Ganz alleine – doch ihm ward nicht bange. Er kramte tief im Ankerkasten und zog eine zerknüllte Papyrusrolle hervor, die er mit seinem unnachahmlichen Chefblick in Augenschein nahm. Sein Schnurrhaar vibrierte froidigst, während er die Nase in den Wind reckte und sodann die Segel setzte. Er nahm Kurs auf, wie es ihm geheißen war. Würde er das sagenumwobene Fixi Island finden? Und wenn ja, was würde ihn dort erwarten?

Die See wurde wieder rauer und ein Sturm zog auf. Doch der tapfere Lucky ließ sich davon natürlich nicht beeindrucken. „Zu Hüüülfe!“ gellten da plötzlich klägliche Schreie übers Meer. „Zu Hüüüüüühüüüüülfe!“ Nanu, da war doch jemand in Seenot? Lucky holte sein Fernglas und blickte auf das offene Meer hinaus. Eine dicke gelbe Boje. Eine dicke gelbe Boje die zappelnd in den Wellen nach Hilfe schrie??? Eine  Boje???

Lucky änderte den Kurs, denn er hatte sei jeher ein Herz aus Gold. Und je näher er der dicken gelben zappelnden Boje kam, desto mehr schlich sich ein Grinsen auf sein Gesicht. Rudi Adlerauge hatte doch tatsächlich die Seetauglichkeit seiner ausgehöhlten Kokosnuss überschätzt und ist gekentert. Im allerletzten Moment, bevor der weiße Hai sich den unterfelllosen Burmesen schnappen konnte, packte ihn Lucky und hievte ihn über die Reling. Das war gerade noch einmal gut gegangen. Langsam erholte sich Rudi Adlerauge wieder, hörte auf zu zittern und fing stattdessen an zu gähnen.

Als Lucky sah, wie schräääääääääcklich furchteinflössend Rudi gähnte, überlegte er nicht lange, ernannte ihn prompt zur Galionsfigur und täute ihn am Bug des Schiffes fest.

Das Schiff nahm erneut Kurs auf und schon wenige Monde später erreichten sie, dank dem schrääääcklichen Rudi gänzlich unbehelligt, tatsächlich Fixi Island.

Die Überraschung war groß als sie sahen, dass dort sich gerade der BVB unter Kuhkatercheftrainer Elton (@EltonTheCat) und seinem reizenden Assistenten Kloppo (@Juergen_Klopp) auf die Bundesliga vorbereitete. Der BVB will nämlich auch irgendwann mal so gut werden wie es der FCB längst ist. (Und wie ihr sicher bereits beim Lesen dieser Zeilen gemerkt habt: das hat geklappt, nach dem Trainingslager auf Fixi Island…)

Lucky machte sich auf den Weg zum Schatz, den seine Karte ihm wies, während Rudi, zusehends ungeduldig am Bug verharrte. Der tapfere Lucky hatte dichte Dschungelwälder zu durchdringen, tiefe Flüsse zu durchqueren und hohe Berge zu besteigen. Aber als die Sonne exakt auf 17:32 Uhr stand, hatte er sein Ziel erreicht: die versteinerte Mieze (Quote!!!). Mit seinen nackten Pfoten fing Lucky genau dort an zu buddeln, wo die steinerne Mieze ihren Plüscharschschatten warf.

//Aus dem Off erzürnt sich Minka, der Situation gänzlich unangemessen, über die Unmöglichkeit versteinerter Plüschärsche.//

Lucky buddelte und buddelte und buddelte und buddelte und buddelte und buddelte und buddelte und buddelte und buddelte und buddelte und buddelte und buddelte und buddelte… Und ihr werdet es nicht glauben: nachdem er wie ein Irrer gebuddelt hatte, durch härtestes Vulkangestein, stieß er tatsächlich auf etwas. War es der geheimnisvolle Schatz? Langsam zog die Nacht herauf…

Glücklicherweise hatte der clevere Lucky aber seine Maglite dabei. Und so konnte er trotz Dunkelheit mit Seebärenkräften den Schatz heben. Es war eine riiiiiesige und gaaaaanz füüüürchterbar schwere Truhe, die mit einem Schloss gesichert war.

Von fern hörte er Rudi Adlerauges Gezeter. Lucky ahnte, dass Rudi bestimmt schon längst vor Hunger von der Gallionsfigur zur Hoilboje mutiert war. Schnell klemmte er sich die riesige Kiste unter den Vorderlauf und machte sich flugs zurück auf den Weg zum Schiff. Unterwegs pflückte er ein paar Gänseblümchen, die nicht nur besonders köstlich, sondern auch unglaublich nahrhaft sein sollen, für den armen Rudi. Wieder am Schiff angekommen verstaute der starke und tapfere Lucky die große Kiste sicher an Deck und fütterte Rudi liebevoll mit den Gänseblümchen. Doch Rudi zeterte weiter. Mit Erfolg. Denn plötzlich dribbelte Shinji Kagawa mit feinstem Sushi direkt auf den Rudi zu. Und er machte sie rein! Er machte sie alle rein! All die feinen Sushi-Röllchen machte er ganz präzise in den Rudi rein.

Nachdem Rudi Adlerauge nun gesättigt war und das auch mit lautstarken Agrariern zum Ausdruck brachte, hisste Lucky die Segel und sie legten ab. Rudi war, auch wenn das stete Gemaule das nicht vermuten ließ, inzwischen zum Galionsfigurennavigator befördert worden. Und so nahmen sie, der maulende Rudi und der tapfere Lucky, nun Kurs auf Hamburg. Lucky schätzte sich natürlich total glücklich, einen solch tollen Galionsfigurennavigator wie Rudi Adlerauge zu haben, wie er nicht müde wurde immer wieder zu erwähnen.

Als sie, Monde später, über die Elbe in Hamburg an den Landungsbrücken einliefen, jubelte ihnen ein Millionenpublikum zu. Lucky übergab die gigantische Schatztruhe sogleich Hochsicherheitstransporteuren, die sie unverzüglich zum ältesten existierenden Mauseebären, dem Fixi Mausebär, bringen sollten. Als das geschehen war band er Rudi vom Bug, hakte ihn unter und beide schritten, begleitet von tosendem Applaus, winkend gen Reeperbahn. Und was sie dann dort, in der Rolligen Mieze, alles erlebt haben, wird für immer ihr Geheimnis bleiben.

Ein Geheimnis allerdings konnte gelüftet werden – der wunderbare Inhalt der legendären Schatzkiste des großen Piraten der Mauseebären…

 

Schatzwächter Pupsylotta


Fixi Mausebär und der Piratenschatz

Eine Legende wird wahr!

Wir danken dem großen Piratenkäpitän Fixi Mausebär für diese wundervolle, blutrünstige, wahre Geschichte, nach einer Steilvorlage von Kater Lucky, der sie vor dem Vergessen bewahrte (und vermutlich hatte auch  @maddinsbuffy seine Hände im Spiel):

It' magic

Der Wahnsinn wird nie enden. Es leben die Twitter-Cats!

HoHoHooooo- und ne Buddel voll Rum!


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  1. Der Wahnsinn wird nie enden. Es leben die Twitter-Cats! 🙂

  2. Lieber Pupsy, wenn wir mal einen Schatz haben – würdest Du denn auch für uns bewachen, Du siehst sehr bewachermäßig aus 😉

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