Journal für Katzenkultur

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Infos Pfötchen-Quiz

In Das war unser Pfötchenquiz on 31. Oktober 2009 at 15:19

Hallo Twitter-Katzen-Kumpels!

Unser Pfötchen-Quiz wird so Ende November an den Start gehen. Für alle, die gerne noch mitmachen wollen, hier eine kurze Erklärung:

Unsere Twitter-Freunde haben uns Pfoten-Fotos geschickt. Die werden wir auf Pfotenland veröffentlichen. Ihr müsst raten,  zu wem welche Pfoten gehören. Hört sich einfach an, ist aber voll schwer.

Da die Redaktion dem verarmten burmesischen Landadel angehört sind die Preise bescheiden- aber der Sieger wird natürlich gebührend auf Pfotenland gefeiert werden. Ruhm und Ehre ist ihm also gewiss. Außerdem bekommt der Gewinner mit den meisten richtigen Antworten Katzenspielzeug von uns (natürlich unbenutzt!), mit dem wir sowieso nicht spielen. Bei Futterfrau haben wir ja noch was gut und deshalb spendiert sie je einen Satz ihrer Poesie-Postkarten von der Nord-und Ostsee. Ey- das sind immerhin 18 Karten, die ihr dann in die Welt schicken könnt. Naja- is nix für uns Bepelzte, mehr so was für die Menschen.

Bisher haben wir Pfötchen-Fotos bekommen von:

Maggie und Benji (Die Schatzen)

Snooky  und Baby (Chaoskater)

Einohrkater (Moppi)

KatzeMieze (Lucy)

HerrIdefix und Pupsylotta

Katerchen

Marzipan und Champagner (marzi_champi)

Minka (Katzentweets)

Caspa (Caspatweets)

EltonTheCat

Casper, Casimir,  Ameli und Abby (Catzgroup)

Eeschen (Katze der Herzen)

Raffi und Gordy

Sri Lanka

KatzeLucy

Sari (Saricat)

Neo Monster

Cat Timmy

Kater Findus

Caramelle (Caram67)

Sokaters

Wir hoffen, dass wir niemanden vergessen haben. Wer noch mitmachen möchte, kann seine Fotos noch bis zum 25. November einschicken.

Bitte per Mail und mit Namen der Pfotenbesitzer an:

pfotenland@gmx.de

Matze+Rudi

Redaktion

Neues Zuhause für 3 junge Kater gesucht!

In Infos für die Katz on 23. Oktober 2009 at 14:20

Liebe Pfotenland- Freunde,

unser allseits verehrter Herr Idefix bat die Redaktion, folgendes dringendes Vermittlungsgesuch zu veröffentlichen. -Ey Kumpel, da helfen wir doch gern!

Liebe Leser, bitte hört euch um und schickt diesen Artikel weiter. Helft mit, die Katzenwelt ein wenig schöner zu machen.

Vielen Dank

Matze+Rudi

Neues Zuhause für drei junge Kater gesucht!

Die drei Mitte August 2009 in Spanien geborenen Kater Zuckermaus, Zuckerbär und Merlin suchen ein neues Zuhause. Sie waren an einer Infektion erkrankt, dadurch ist bei Zuckerbär und Merlin das Sehvermögen beeinträchtigt. Sie finden sich in einer Wohnung aber gut zurecht.

Alle drei wurden von Frau Almut Tobis aus Spanien gerettet, zusammen mit ihren drei Geschwistern. Eines ist schon vermittelt und zwei leider vollkommen blinde Kätzchen behält Frau Tobis selbst.

Alle drei Katerchen  sind – ihrem Alter entsprechend- noch nicht kastriert und werden mit Schutzvertrag abgegeben. Zuckerbär und Merlin sollten aufgrund ihrer Sehstörung in Wohnungshaltung ggfs. mit sicher umzäunten Auslauf vermittelt werden.

Kontakt: Frau Almut Tobis, Tel.: 07042-2838915

eMail: almut.tobis@web.de

Die Tiere leben zur Zeit in 71665 Vaihingen/Enz bei Frau Tobis.

Merlin

Merlin

Zuckerbär

Zuckerbär

Zuckermaus

Zuckermaus

Liebe geht durch den Magen

In Hauptsache gesund on 16. Oktober 2009 at 11:27
Hi Kumpels!
Zugegeben- manchmal sind sind wir Stubentiger doof. Zumindest, was das Futter angeht. Wir fallen tatsächlich auf Lockstoffe rein, die uns fressen lassen, als gäbe es kein Morgen. Es ist uns dann auch völlig egal, dass wir richtigen Schrott in uns hineinschaufeln. Das ist wie bei unseren Menschen: Ne Tüte Chips knurpsknurps- weg ist sie und Currywurst mit Pommes geht auch noch locker rein. Und dann werden wir krank und wundern uns!
Einen tollen Artikel haben unsere Twitter-Freunde aus Wien ( Pfotenland wird international!) @DieSchatzen über das Futterproblem, das eigentlich keines sein muss, geschrieben.
Vielen Dank!
Matze+Rudi
Redaktion
Hallo,

wir sind Maggie und Benji, von DieSchatzen.at. Wir plaudern heute über kulinarische Genüsse, schließlich geht Liebe ja durch den Magen!
Da das mit dem Mäusefangen in den meisten städtischen Wohnungen auf Dauer nichts wird, sind wir darauf angewiesen, was für Dosen unsere Dosenöffner für uns so bringen.

Maggie und Benji

Maggie und Benji

Die Dosenöffner haben bei den vielen verschiedenen Sorten aber nicht nur die Qual der Wahl, sie sind auch mitverantwortlich für unsere Gesundheit, denn falsche Ernährung kann uns auf Dauer krank machen. Wir machen euch eine kleine Liste mit ein paar Punkten für eure Dosis – sozusagen ein KaFu-Kauf Survival Guide für Dosis:

  • hoher Fleischanteil: Wir Katzen sind Fleischfresser und die einzige pflanzliche Nahrung, die wir zu uns nehmen, wenn wir uns selbst ernähren, ist der Mageninhalt der gefangenen Maus.
Sonst futtern wir nur Fleisch – in vielen Futtersorten ist aber eher weniger davon drinnen. Getreide (z.B. Soja oder Reis) ist schlicht billiger als Fleisch. Auf den meisten Futtersorten wird nicht angegeben wieviel % Fleisch insgesamt drinnen ist, die Reihenfolge der Zutatenliste kann aber verräterisch sein, denn diese wird danach bestimmt, was am meisten im Futter ist.Hilfreich kann in diesem Zusammenhang auch die Angabe von „Rohprotein“ sein. Katzenfutter sollte um oder über 10% Rohprotein haben und unter 5% Rohfett.

Viele Dosis werden an dieser Stelle wahrscheinlich fürchten, dass hochwertiges Futter für uns teuer sein muss. Dem ist aber nicht zwangsläufig so. Es gibt noch einen Indikator für gutes Futter, nämlich:

  • Fütterungsempfehlung unter 400g/Tag: Umso mehr Getreide und andere Füllstoffe ein Futter enthält, desto mehr muss Katz davon futtern um satt zu werden, ist doch klar 😉 Bei gängigem Supermarktfutter wird für eine 4kg schwere Katze 400g Futter/Tag empfohlen. Bei hochwertigem Futter ist die Empfehlung meist deutlich niedriger, teilweise liegt sie nur bei 150g/Tag. Wir müssen also viel weniger futtern um satt zu werden – und falls das eure Dosis noch immer nicht überzeugt hat, dann klärt sie mal darüber auf, dass um so mehr wir futtern, sie umso öfters unser Kistl machen müssen 😀
  • Zucker: Wir können nichts Süßes schmecken, wir können salzig, sauer, bitter und noch was (Umami – aber das führt zu weit) schmecken, aber Süßes, nein. Trotzdem findet sich in Katzenfutter OFT Zucker. Warum? Weil Fleisch in der Dose nun mal die Tendenz hat gräulich auszusehen, da Menschen das seltsam finden, wird das Fleisch bräunlich eingefärbt mit Zucker. Für uns ist das nicht gesund. Zucker ist wie bei euren Dosis auch schlecht für die Zähne und kann sogar zu Diabetes begünstigen.

  • Trockenfutter: Mal unter uns – würdet ihr eine frisch gefangene Maus auf der Wäscheleine in die Sonne hängen um diese zu trocknen? Unsere liebe Minka hat bereits in ihrem Katzen-Wasser-Manifest hingewiesen, dass wir heikle Trinker sind. Wir trinken kaum was – große Teile unseres Flüssigkeitsbedarfs decken wir über unsere Nahrung ab. Aber Trockenfutter enthält keine Feuchtigkeit. Wenn wir Trockenfutter bekommen, müssen wir plötzlich viel mehr trinken – und wir trinken ja eh schon kaum. Trockenfutter ist toll, wenn unsere Dosis es über den Parkett schießen und wir hinterherflitzen, auch in Fummelbrettern ist Trockenfutter toll oder als Leckerli oder mal zwischendurch. Als einziges Futter ist es nicht toll. Wie bei so vielen Dingen im Leben: Die Abwechslung machts 🙂

Falls eure Dosis Beispiele für gutes Katzenfutter suchen – hier eine winzige Auswahl an Sorten (es gibt noch viel mehr!), die wir empfehlenswert finden. Viele dieser Sorten bekommt man im Fachhandel (also beispielsweise beim Fressnapf) oder online (z.B. zooplus.de oder Sandras-Tieroase.de)

Nassfutter

  • Shah (in Süddeutschland und Österreich) bzw. Lux (Norddeutschland): ja genau das vom Aldi – in den 200g Dosen (nicht in den Schälchen) sind 60% Fleisch und  tierische Nebenprodukte und kein Zucker drinnen, super!
  • Bozita: Kommt aus Schweden – super Sache, dort dürfen nämlich in der Tierzucht keine Hormone oder Antibiotika verwendet werden, auch kein Kadavermehl
  • Animonda Vom Feinsten, Animonda Carny
  • Grau
  • Miamor
  • Schmusy
  • Sheba
  • MACS
  • Petnatur
  • Tiger
  • wir ergänzen die Liste noch mit unseren Favoriten (von den Schatzen für gut befundenen) neuen Sorten:
  • Terra felis
  • Catz Finefood
  • Hound&Gatos
Trockenfutter

  • Orijen (enthält kein Getreide)
  • Hill’s
  • Almo Nature

Lucys Farben der Hoffnung

In Catwalk on 13. Oktober 2009 at 17:54

Liebe Freunde,

aus aktuellem Anlass und weil wir alle mit gelitten haben, widmet die Redaktion diesen Artikel unserer allseits geschätzten KatzeMieze Lucy und ihrem engagierten, liebevollen CCO. Wir dürfen aufatmen und uns mit freuen: Lucy ist nach ihrer schweren Verletzung (wir berichteten darüber) auf dem Wege der Besserung . Lucy hat unglaubliches Glück gehabt. Ihr Mensch hat viel Zeit, viel Geld und noch mehr Liebe investiert, um nicht nur ihr Beinchen, sondern vielleicht auch ihr Leben zu retten. Wir ziehen den Hut vor ihm, auch wenn wir keinen tragen. Die Redaktion ist heimlich in Lucys Fotoalbum geschlichen und hat sich einfach an den anrührenden Fotos bedient (hoffentlich durften wir das?). Wir nennen die Fotos „Die Farben der Hoffnung“ und drücken ganz fest die Pfoten, dass alles richtig gut wird!

Matze+Rudi
Redaktion

Und heute „Lady in Pink“:

Who the fuck is Schnurrbert van der Leyer?

In Songs on 9. Oktober 2009 at 19:35

Matze: Zahlreiche Anfragen trafen in der Redaktion ein. Schnurrbert van der Leyer?

Gibt es ihn wirklich? Handelt es sich hier um ein Fake? Ist er ein Kater aus Fleisch und Fell? Wo lebt er? Wo können wir mehr über sein künstlerisches Schaffen erfahren?

Auf Anfrage der Redaktion brach der zurückgezogen lebende Künstler sein Schweigen und beantwortete Reporter Rudi die drängendsten Fragen.

Rudi: Ich durfte noch einmal meinen Kumpel Schnurrbert besuchen. Wir aßen ein wenig gegrilltes Huhn und plauderten. Über Kunst und Musik und das Leben und die Menschen. Hinter jeder erfolgreichen Katze steht nämlich auch ein Mensch, der ihr seine Stimme leiht. Schnurrberts Stimme heißt Dirk Schulte. Die beiden teilen in enger mentaler und künstlerischer Verbindung ihr Leben.

Und wir haben zusammen voll cool ne Runde abgerockt.

Schnurrbert und Rudi rocken

Schnurrbert und Rudi rocken

Hier ist das Interwiejuh:

Rudi: Hast du ein Sternzeichen und wenn ja, welches?

Schnurrbert: Schütze, Aszendent Jungfrau.

Rudi: Die Mädels interessieren sich sicher für deine Lieblingsfarbe. Ich ja nich so.

Schnurrbert: Alle Brauns – am liebsten Van-Deyck-Braun und Chamois.

Rudi: Hast du noch Hobbies außer, na du weißt schon?

Schnurrbert: Früher: Autos zählen. Heute: Spät ins Bett gehen.

Rudi: Ich weiß, dass du Thunfisch magst.Was ist dein Lieblingsgericht?

Schnurrbert: Thai-Curry und Pizza aus dem Alfredo-Pizza-Ofen.

Rudi: Kannst du lesen? Was ist dein Lieblingsbuch?

Schnurrbert: Knut Hamsun: „Mysterien“.

Rudi: Na gut…ähm..Hast du auch einen Lieblingssong… ähm, der nich von dir is?

Schnurrbert: Das ist aber echt schwer. „Sailing to Philadelphia“ von Mark Knopfler steht jedenfalls ganz oben.

Rudi: Mark Knopfler! Da bin ich auch ein Fan von! Wie isses denn mit Lieblingsfilmen?

Schnurrbert: Ist ja noch schwerer! „Und täglich grüßt das Murmeltier“,  „Die fabelhaften Baker Boys“ und „Down by Law“ gehören defintiv dazu. Oh- und natürlich „Lost in Translation“.

Hilfe- das sind ja alles Ami-Filme, merke ich gerade. Also – auch die alten, in Schwarzweiß gedrehten französisch-italienischen Krimis mit Lino Ventura, Alain Delon und Jean Gabin werden gern gesehen

Rudi: Puh, hätte ich mal bloß nich gefragt. Wie bist du zur Musik gekommen?

Schnurrbert: Da, wo man versuchte, mich aufzuziehen, wars ödend langweilig – nicht mal ne Autobahn in der Nähe, um weg zu trampen.

Gitarre und Querflöte waren die letzte Rettung, sonst wäre ich vermutlich heute der nette ältere Herr mit der Nickelbrille hinter dem Bankschalter. Zum Glück gabs aber noch ne kleine Handvoll gleichgepolter Verrückter, mit denen man Krach – ähem – Musik – machen konnte. Mit 16 Jahren fing die musikalische Reise an und irgendwie bin ich immer noch unterwegs . . .

Rudi: Hast du auch einen normalen Beruf?

Schnurrbert: Weil mir vor lauter Langweile nix vernünftiges einfiel, bin ich Buchhändler geworden und habe ganz viele Simmels und Konsaliks und Heinz-Erhardt-Bücher verkauft. Das entpuppte sich nach ner Weile als das Langweiligste überhaupt – und hätte ich nicht in dieser Zeit so tolle DichterInnen wie Else-Lasker-Schüler, Paul Eluard, Jacques Prevert oder Richard Brautigan lesen und lieben gelernt, dann hätte ich es nicht bis zur Prüfung durchgehalten.

Rudi: Was machst du sonst noch, außer Musik?

Schnurrbert: Schreiben, schreiben und schreiben. 2007 gabs wieder mal einen Gedichtband mit dem Titel „Kraft unter unseren Schwingen“. Darin wechseln sich meine Gedichte mit tollen Fotografien von Friedhofsengeln ab, die die Fotografin Agnes Bläsen-Jansen auf Friedhöfen im In- und Ausland gemacht hat.

Letztes Jahr hab ich ein Hörbuch mit Reise- und Naturgedichten veröffentlicht („Ich aber seh die Halme wehn…“) –

Neuerdings kann man auch Briefe von mir im Internet lesen, die ich an eine alte Freundin schreibe – „Briefe an Marie“.

Und dann gibt es noch den Roman, der, wenn weiter so viel dazwischen kommt, wahrscheinlich pünktlich zu meinem Renteneintritt mit 67 erscheint.

Von den Puppen-Fotos, die ich seit einiger Zeit mache und die es bald käuflich zu erwerben gibt, erzähle ich ein andermal . . .

Rudi: Was erwartet die Hörer auf deinen CDs? Außer Musssik natürlich…

Schnurrbert: Paragraf 1: Kein Krach – Paragraf 2: Kein Kitsch – Paragraf 3: Kein Dolby Surround.

Es sind vorwiegend ruhige Chansons über die großen Dinge nachts, über vermeintliches Scheitern und die Siege des Augenblicks. Oft melancholisch wie die Liebe, aber nie so düster, dass man sich die Kugel geben müsste. Wer es liebt, einen Song durch mehrmaliges Hören immer weiter zu entdecken, wer sich gern auf ergebnisoffene innere Reisen macht, der ist bei mir richtig.

Rudi: Ah, oh, ja! Welche deiner CDs würdest du Einsteigern empfehlen?

Schnurrbert: Das hängt ganz davon ab, wo sich die/der Einsteigende gerade befindet. Ich denke, mit „Schlachfeld Liebe“ oder mit „Dreizehn Häutungen“ kann man sich sehr gut in meine Welt einschwingen. Wer gleich mit was Aktuellem einsteigen möchte, dem sei die 2008 erschienene CD „Freibeuterherzen“ empfohlen.

Rudi: Kann man dich auch live erleben?

Schnurrbert: Im Moment definitiv nicht. Nach langen Jahren des (musikalischen) Unterwegsseins genieße ich die Abgeschiedenheit meines kreativen Laboratoriums und konzentriere mich lieber drauf, inspirierende CDs zu produzieren.

Rudi: Was sind deine aktuellen Projekte?

Schnurrbert: Gerade bereite ich ein Hörbuch mit den oben erwähnten Engel-Gedichten vor. Im nächsten Jahr wird es sowohl neue Lyrik als auch neue Musik geben.

Und von den Puppen-Fotos, die ich seit einiger Zeit mache und die es bald käuflich zu erwerben gibt, wollte ich ja ein andermal erzählen 😉 . . .

Rudi: Danke, Schnurrbert und – ähem Dirk – für dieses Interview!

Schnurrbert: Danke dir, Rudi! Und weils so schön war, schenke ich allen Pfotenland-BesucherInnen einen Song aus meinem Album „Freibeuterherzen“. Er heißt „Die Kähne am Kanal“ – viel Spaß beim Hören!

Rudi: Und das is nämlich mein Lieblingssong. Da spielen Katzen mit und Mücken und Schwäne!

>> Dirk Schulte: „Die Kähne am Kanal“ MP3

>> Dirk Schulte: „Die Kähne am Kanal“ Text

>> Webseite Dirk Schulte

>> Webseite Dirk Schulte CD „Freibeuterherzen“

>> Lyrik-Band „Kraft unter unseren Schwingen“

>> Dirk Schulte: „Briefe an Marie“

Twitterkatzen-Song von Schnurrbert van der Leyer

In Songs on 6. Oktober 2009 at 23:18

Matze: Liebe Freunde,

ein Format wie PfotenlandJournal für Katzenkultur lebt von seinen Lesern und wird durch die Leser lebendig, die mit ihren Beiträgen das Niewoh Niveau bestimmen und damit fordern und herausfordern, begeistern und informieren. Eure Kommentare beweisen: Die Redaktion ist auf dem richtigen Weg- in unseren Katzenköpfen steckt mehr als nur Catsticks, Garnelen und Thunfisch!

Äußerst kreative Felle finden sich unter unseren Twitter-Freunden. Von journalistischem Können bis hin zur feinen, feinsten Poesie präsentiert sich ein kulturelles Spektrum, das bisher nur im Verborgenen blühte und nun uns allen zugänglich gemacht wird. Dafür danken wir euch!

Unser Freund und Kumpel @HerrIdefix hat sein Innerstes nach außen gekehrt und uns mit seiner „Eine Ode an die Liebste“ (Minka Plüscharsch @Katzentweets) zu Tränen gerührt.

Die Redaktion hat weder Kosten noch Mühen gescheut, um dieses epochale Werk der Katzen-Weltliteratur endlich vertonen zu lassen.

Rudi: Ey, für euch nur das Beste! Wir haben einen ganz tollen Sänger, Liedermacher und Komponisten  für Fixis Gedicht gewonnen und der hat einen Song daraus gemacht. Einen „Twitterkatzen- Song“. Boah, das ist der HAMMER! Ich habe ihn interwiejuht. Ich war voll aufgeregt, aber er ist sehr nett, und dann haben wir noch etwas Lachs gegessen. Erst wollte ich den Song singen, aber er meinte, lass das man Rudi, das hört sich scheiße komisch an irgendwie.

Und gezz stelle ich ihn vor.

Pfotenland presents: Schnurrbert van der Leyer, bekannt durch zahlreiche Veröffentlichungen im CD- und Printbereich.

Schnurrebert van der Leyer

Schnurrbert van der Leyer

Rudi: Herr van der Leyer, kann ich bitte ein Pfotogramm haben?

Schnurrbert: Ja!

Rudi: Schnurrbert, darf ich Du sagen?

Schnurrbert: Ja!

Rudi: Du darfst auch Du sagen.

Schnurrbert: Ja!

Rudi: …und? Warum haste gezz nen Song draus gemacht?

Schnurrbert: Tiefe Poesie, mitreißende Rhythmik, Hitpotenzial. Dieser Song gehört ab sofort in jedes Ohr und auf jede Katzenzunge. Schwänze und Pfoten sollen wippen, die Welt der Pfoten war reif für die….(Unterbrechung).

Rudi: Äh…ja …danke, verstehe.

Schnurrbert: Ja!

Rudi: Letzte Frage: Mein Kumpel Matze hätter gern was mit Geigen gehabt. Warum keine Geigen?

Schnurrbert: Geigen? GEIGEN! Da kräuseln sich komplett meine Katerkrallen! Der Autor ist kein Typ für GEIGEN! Das ist ein ganzer Kerl, dieser Idefix! Geigen! Das muss grooven, swingen, fetzen, mitreiß….(Unterbrechung).

Rudi:…äh, ja…danke…verstehe!

Schnurrbert: Ja!

Matze: Ja, ähm…das war das Interwiejuh. Und hier, ihr Pfoten, exklusiv für Pfotenland – Journal für Katzenkultur:

Schnurrbert van der Leyer: Ode an die Liebste

Komposition, Gitarre, Gesang:
Schnurrbert van der Leyer

Text: Herr Idefix
(bereits veröffentlicht in der Rubrik Lyrik)

>> Text „Ode an die Liebste“


Nomen est Omen

In Catwalk on 4. Oktober 2009 at 01:22

Hallo Schnurrer!

Also, die Jungs von Chaoskater, die traun sich was! Die haben ein Interwiejuh gemacht. Ganz fast alleine. Damit wir sie kennenlernen. Das sind tolle Kumpels, die drei. Die haben es echt voll drauf.

Bitte schön und pssst… es geht los:

Muri, Snooky und Baby von den @Chaoskater (Gesprächsleitung: Dosine)


Ton ab, Mikro an:

Muri: „Test, Test….Ist das Ding überhaupt an? Technik! Hallooooo!“

Baby: „Hui, darf ich mal gucken?“

Snooky: „Lass mich mal, lass mich mal, ich will auch, auch, AUCH!“

Muri: „Weg da, Plüscharsch!“

Baby: „Menno, nie darf ich mitmachen! Das ist voll fies, jawoll!“

Snooky: „Maaamaaaaaa!!!“

Muri: „Haltet endlich die Backen, ihr Spacken! Ich rede jetzt- Kauleisten dicht!“

Muri
Muri

(Dosine tröstet Baby und jongliert gleichzeitig Snooky auf dem Schoß)

Muri: „Ähem, also, nun mal los. Wir sind die Chaoskater. Naja, die Große hat den Namen ausgesucht, weiß auch nicht so genau, wie sie darauf kommt“.

Snooky: „Ich weiß es, ich weiß es, ich weiß es!“

Muri: „Halt die Klappe, Snooky!

Also- ich bin eingezogen, das ist schon gaaaaanz lange her…“

(Dosine ergänzt: Drei Jahre )

Muri: „ Das war damals voll aufregend. Obwohl’s auf einmal so ruhig war. Kein großer Wuff mehr, keine Kinder mehr. Naja, aber eigentlich war’s gar nicht schlecht. Von da ab war ich dann Cheffe hier, hehe“. *grinz*

Baby: „Von wegen Cheffe! Du bist gar niemals nicht Cheffe!“ *schmoll*

Muri: „Klappe, Plüscharsch! – Hmpf! – Also, wo war ich?

Ja, war eigentlich ganz nett alles. Bisschen öde manchmal. Oder so. Weiß auch nicht. Jedenfalls meinte die Große, dass sie mir einen, ähm, Kumpel beschafft. Ich sei nicht ausgelastet, meinte sie. Joah, weiß ja auch nicht, was sie damit meint. Ich bin ja zufrieden, wenn ich fressen kann und dösen. Und fressen eben.“

Snooky: „Muri ist’n Fettsack!“

Baby: „Boah, der hat Fettsack gesagt!“

Muri: „KLAAAPPEEEE! Und außerdem bin ich nicht dick. Ich esse einfach gern. Und döse. Und? Ist das ein Verbrechen? Wenigstens nehme ich nicht die halbe Wohnung auseinander wie ein gewisser spanischer Mitkater hier!“

Dosine: „Ehm Muri…darf ich dich an die Kopfhörer erinnern? Und an die anderen Kopfhörer? Und an das Handyladekabel? Und dann noch an…“

Muri: „Pah! Nun geht das wieder los! Menschen und ihr Technikgedöns! Die Große sitzt eh viel zu viel vor diesem großen Kasten. Weiß gar nicht was das soll.“

Snooky: „Ich will jetzt auch, ich will jetzt auch, ich will JEEEHEEETZT!“

Muri & Baby: „Halt die Klappe, Snooky!“

Baby: „Jetzt bin ich dran!“

Muri: „Pah, mir doch egal, meinetwegen…“

Baby: „Also…ich bin schon gaaaanz lange hier“.
Muri: „Gar nicht, wahr, gar nicht wahr! Ich bin viel länger, jawohl!“

Baby: „Du bist immer so gemein zu mir!“ *schnief*

Muri: „Memme!“

Dosine: „Hört auf euch zu streiten, sofort!“

Snooky: „Ich will jetzt auch, ich will jetzt auch, ich wieeehieehieeell!“

Snooky

Snooky

Muri, Baby u. Dosine: „Halt die Klappe, Snooky!“

Baby: „Am Anfang hat mich der Dicke überall weggejagt.“

Muri: „Ich bin nicht dick, ich bin stattlich, merk dir das, Plüscharsch!“

Baby: „…und ich hab ganz dolle Angst gehabt…bin ich immer nur abends rausgekommen und hab mich heimlich umgeguckt.“

Muri: „Paaah, schnickschnack, du hast vor deinem eigenen Schatten Angst!“

Baby: „Nee hab ich gar nich, bäääh!“

Dosine: „Hört auf euch zu streiten!“

Baby: „Na gut, also- der Dicke war ja nicht fies. Also nicht so richtig fies. War halt nur alles immer seins. Und kuscheln durfte ich auch nicht mit ihm“.

Muri: „Du bist mir viel zu fusselig, du Plüschmonster!“

Dosine: „Hört auf euch zu streiten – sofort!“

Baby: „Naja. So nach ner Weile- nach ner ganz langen Weile, hatte ich dann keine Angst mehr. Aber dafür war mir dann langweilig. Der Dicke schläft ja den ganzen Tag und – “

Muri: „Mann, kapiers endlich, ich BIN NICHT DICK! Noch’n Spruch, was auf die Nuss, Alter!“

Baby: „Pah, dann hau ich zurück, jawoll!“

Snooky: „Ich will jetzt auch, ich will, will, WILL! Maaaamaaaaa!“

Dosine: „Snooky ist jetzt dran, und hört auf euch zu streiten!“

Snooky: „Aaaalso- ich komm nämlich von gaaaanz weit weg und ich bin schon mal gefliegt, jawohl! Aber daran kann ich mich gar nicht mehr so richtig erinnern. Auf einmal war ich dort und da waren gaaanz viele andere, die wollten alle von dieser Mama trinken. Aber irgendwie war das gar nicht meine Mama und ich hatte immer so große Angst, dass ich nichts abbekomme. Und dann waren da noch Hunde, und andere Katzen, und noch mehr Katzen“.

(Dosine: Snooky wurde als Kitten zusammen mit seinem Bruder in Spanien gefunden und kam zu einem fremden Wurf. Von da aus ging es dann nach Deutschland auf eine Pflegestelle).

Snooky: „Und dann war ich hier und alle hatten mich ganz schrecklich lieb!“

Muri: „Hehehe…“

Baby: *pfft.*

(Dosine: Ja, – so ähnlich war es)

Muri: „Na, so wie der gestunken hat?! Nach Hund und Pferd und was weiß ich nicht! Ich hab ihm nur gezeigt, wo der Hammer hängt! Außerdem versteht ihr Menschen das eben nicht – fauchen und knurren sind ganz normale kätzische Lautäußerungen.“

(Dosine:*seufz*)

Baby: „Joah, gestunken hat er, und er war sooooo winzig! War mir fast lieber als…“

Snooky: „Das hab ich gehört! Wie unhöflich!“

Baby: „Naja, aber ist doch wahr! So ein wuselmanisches Flederohrenvieh in meiner Größe ist mir unheimlich…“

Baby

Baby

Muri: „Dir ist alles unheimlich!“
Baby: „Das stimmt nicht! Maaaammaaaa!“

Dosine: „Hört endlich auf zu streiten!“

Baby: „Naja…wenigstens kuschelt er mit mir, voll viel und voll lange! Und putzen darf ich ihn auch! Aber der Fettsack hier– “

Muri: „Na und? Ich darf ihn auch putzen und er kuschelt mit mir noch viel lieber, so!“

Snooky: „Ich will jetzt eine Runde kloppen, jawoll!“

Muri: „Ich, äh -ich muß weg!“

Baby: „Nänänänä!“ *fauchrenn*

Dosine: „Und ihr fragt euch, warum ihr Chaoskater heißt?“

Die Redaktion bedankt sich ganz doll für dieses tolle Interwiejuh! Wer sich auch vorstellen möchte, in welcher Form auch immer, kann uns kontaktieren. Wir freuen uns über jeden Beitrag- ey, wir können nämlich nicht alles alleine machen. Haben ja auch noch so unsere Verpflichtungen.

Matze und Rudi von der @TerrorCatGang


Lass los

In Viehlosophisches on 1. Oktober 2009 at 23:15

Futterfrau: Zuerst einen Dank an die Redaktion, dass sie mir ein Plätzchen für diesen Artikel zur Verfügung stellt (ich mache es wieder gut, Bengels).

Es gibt Dinge, die mich so sehr beschäftigen, dass sie irgendwann aufs Papier müssen. Seitdem meine Kater twittern, habe ich viele neue Bepelzte kennen- und schätzen gelernt. Ihre Menschen geben ihnen eine Stimme. Jedes Tier ist mir mit seiner Einzigartigkeit vertraut geworden. Ich lebe, leide und weine auch mit, wenn es um Verlust, Krankheit und Tod geht.

Ich rechtfertige und erkläre mich nicht mehr deswegen. Mir gehen die Argumente aus, bei:

„Meine Güte, es ist doch nur ein Tier“.

Soll ich bis zum Sanktnimmerleinstag betonen, dass mich das Elend auf diesem Planeten keineswegs kalt lässt, nur weil ich Tiere liebe?

Möglicherweise haben Menschen, die ihr Leben mit Tieren teilen, eine Herzkammer mehr.

So einfach ist das.

Diese Menschen finden sich überall. In unzähligen Foren, bei Twitter. Auf Partys mit fünfzig Gästen treffen die drei aufeinander, die mit Katzen leben. Begegnet mir jemand, der mir auf Anhieb sympathisch ist, entdecke ich (meistens) Katzenhaare auf Pulli oder Hose.

Wer jetzt weiter liest gehört zu diesen Menschen und ist bereit sich auf  mein eigentliches Thema einzulassen, mit dem ich in den letzten Wochen verstärkt konfrontiert wurde:

Eine Katze, die mir vertraut geworden ist stirbt, eine ist krank, eine andere wird vielleicht  ihre Krankheit nicht überstehen. Wenn ich die verzweifelten Nachrichten lese, bin ich plötzlich ganz nah dabei. Da waren Taboo, Ossy, Murphy, Yoda, Jedi und Muffin. Taboo starb mit 19 Jahren an Altersschwäche in meinen Armen, Yoda an einer schweren Krankheit.

Er lag einen Tag nach einem Tierarztbesuch tot da. Er hat mir die Entscheidung abgenommen.

Bei den anderen musste ich sie treffen.

Ich schrieb einmal einem guten Freund: „Es steht schon wieder das schwere Gerät bereit, um ein Stück meiner Herzwand einzureißen. Es hört nie auf. Was soll ich tun?“

Ich bekam von ihm, einem langjährigen Buddhisten, eine Antwort, die ich nie vergesse, die ich wie ein Mantra mit mir trage und die ich an euch weitergebe. Er schrieb mir: „Der Tod ist ein Teil des Lebens. Lass los.“

Dieses Bild des „loslassens“ tröstet mich. Auch die Möglichkeit, bei unseren Tieren Leiden zu verkürzen und  ihnen den Weg frei machen zu können, für eine andere Ebene, an die ich fest glaube.

Bette den Schlaf in ein Lied.
Wenn sich im Strom die Konturen verwischen,
schuppen sich silbern die  Zeiten.
Der Klang, der über die Ebenen zieht,
wird dir das Meer von den Wangen fischen.
Es öffnen sich neue Weiten.

Hinter dem Horizont verborgen,
treibt dich ein Segel in den Morgen.
(AM)